No Risk No Fun – Berichte

No risk – no fun? (Nov. 2018)

Nein. Nicht ganz. In erster Linie geht es darum, darüber nachzudenken, welche Risiken man wirklich eingehen möchte, wie viel einem die eigene Gesundheit eben wert ist. Dies und noch vieles mehr lernten wir am Projekttag der DSQ (=Deutsche Stiftung Querschnittlähmung), eher bekannt als Rollstuhlprojekt.

Nach der Begrüßung wurden die Klassen in unterschiedliche Gruppen aufgeteilt. Den ersten Punkt der Tagesordnung stellte für uns die Besprechung des Arbeitsheftes dar, das uns im Voraus durch unseren Biolehrer erreicht hatte. Dabei durften wir auch viele Fragen an Frau Dr. Bößl stellen, welche an der hohen Warte in Bayreuth mit den Querschnittgelähmten arbeitet. Anschließend wurden uns beim Rollstuhltraining die unterschiedlichen Rollstuhlmodelle ausführlich vorgestellt, auch gab man uns die Möglichkeit, selbst auszuprobieren, wie man Rollstuhl fährt. Bei dem Programmpunkt

Querschnittlähmung im Alltag´ lauschten wir gespannt einer Erzählung eines seit einem Motorradunfall an den Rollstuhl gebundenen Querschnittgelähmten, der früher auch Nationalrollstuhlbasketballer war. Danach ging es interessant weiter und zwar mit genau dieser Sportart. Sowohl das Zuschauen als auch das Mitspielen machte allen Spaß. Als abschließend noch Rollstuhlspiele und Parcours an der Reihe waren, hatten wir längst schon einen neuen Respekt für die Gelähmten dazu gewonnen. Bei der Verabschiedung und Nachbesprechung unterhielten wir uns nochmals über unsere neuen Erkenntnisse. Für uns sind Querschnittgelähmte nicht mehr einfach nur die Menschen im Rollstuhl, sondern Leute die eigentlich bewundert werden sollten. Denn diese müssen tagtäglich mir ihrer schwierigen Situation klarkommen z.B. die schwierige gesellschaftliche Situation, höheres Risiko von Knochenbrüchen und dass man nicht mehr in der Lage ist, selbstständig aufs Klo zu gehen. Danke für dieses aufschlussreiche Projekt!

Von Johanna Bauernschmitt und Elena Krodel

No risk – no fun? (Nov. 2017)

Das Gymnasium Pegnitz hat am vergangenen Montag, dem 20.11.2017, wieder an dem Projekt „No risk – no fun?“, einer Präventionskampagne der Deutschen Stiftung Querschnittlähmung (DSQ) teilgenommen. Die vier neunten Klassen haben einen Einblick in das Leben von Querschnittgelähmten bekommen und dabei auch viele eigene Erfahrungen sammeln dürfen.

Nach der Begrüßung in der Aula des Gymnasiums wurde den Schülerinnen und Schülern auch der Grund für die Präventionskampagne genannt, denn die Zahl der vermeidbar gewesenen Unfälle, die in einer Querschnittlähmung münden, steigt stetig. Und nicht selten sind Leichtsinn oder Alkohol Ursachen für derart schwere Unfälle. Außerdem kann eine Querschnittlähmung jeden treffen, ob jung oder alt, Mann oder Frau, arm oder reich. Die Schüler wurden vorsichtig an das Thema herangeführt und sensibilisiert, indem insgesamt vier verschiedene Stationen zu besuchen waren.

 

Frau Dr. Kerstin Bößl, Oberärztin in der Hohen Warte in Bayreuth und die betreuenden Biologielehrer erarbeiteten gemeinsam mit den Schülern die physiologischen und biologischen Hintergründe einer Querschnittlähmung, um Ursachen und Wirkung einer Verletzung an Wirbelsäule und Rückenmark deutlich zu machen. Auch verschiedene Arten und Probleme bei einer Querschnittlähmung werden hier besprochen. Neben dem theoretischen Teil erwartete die Schüler sehr viel Praxisbezug. So wurde in der Turnhalle unter der Leitung von Holger Kranz das Fahren mit einem Rollstuhl erprobt und die Schüler durften sich frei mit dem Rollstuhl bewegen und ausprobieren, zum Schluss auch einen Rollstuhl-Parkour durchlaufen. Es wurde dabei viel gelacht, doch zeitgleich hörte man auch nachdenkliche Stimmen: „Es ist schon seltsam, so im Rollstuhl. Ich könnte mir nicht vorstellen, mein ganzes Leben so verbringen zu müssen.“ Um zu zeigen, dass aber auch ein erfülltes Leben mit der Querschnittlähmung möglich ist, hielt bei einer weiteren Station Günther Mayer, der selbst seit 20 Jahren im Rollstuhl sitzt, einen Vortrag zum Thema „Querschnittlähmung im Alltag“. Er berichtete von seiner Geschichte, seiner Zeit im Krankenhaus, Höhen und Tiefen und der Diagnose des Arztes, der ihm sagte „Sie werden den Rest ihres Lebens im Rollstuhl verbringen“. Dass auf diese Nachricht ein großer Schrecken und Trauer folgte, ist nachvollziehbar, doch Mayer wollte nicht aufgeben und hat sich Stück für Stück mit Hilfe der Physiotherapeuten und Ärzte zurück ins Leben gekämpft. Zwar wird er den Rollstuhl nicht mehr loswerden, weiß aber, wie er mit seinem Handicap umzugehen hat und ist mittlerweile Teammanager des RSV Bayreuth, einem Sportverein für Rollstuhlbasketball. Um Basketball dreht sich auch die nächste Station, in der sich die Schüler unter der Leitung von Markus Legath und Andreas Schaffer am Rollstuhlbasketball versuchen durften. Eine große Einführung gab es nicht, die Regeln unterscheiden sich schließlich kaum vom „normalen“ Basketball und die Schüler durften einfach einmal machen und tatsächlich kamen gute Spiele voller Zusammenarbeit zustande. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnte sich das etwas andere Basketball großer Beliebtheit erfreuen und die Schüler haben ihre Geschicklichkeit im Rollstuhl hier gerne erprobt.

In einer letzten gemeinsamen Besprechung wurden noch offene Fragen seitens der Schüler geklärt und die Organisatoren der DSQ verabschiedet. Das alljährliche Projekt unter der Leitung von Biologie-und Chemielehrerin Frau Martina Fischer war damit also wieder ein voller Erfolg mit vielen neuen Erfahrungen.

Jennifer Preiß, Q12

Abschließend sei noch erwähnt, dass die SMV der DSQ für das tolle Projekt, das bei den Schülerinnen und Schülern immer sehr großen Anklang fand und wohl jahrelang in Erinnerung bleiben wird, als Dankeschön einen Scheck über 500 € überreicht hat.

(Bilder vom November 2017 fehlen noch)

No risk – no fun? Querschnittlähmung kann jeden treffen ( Nov. 2016)

Inzwischen in unserem Schulleben etabliert ist das Projekt „no risk – no fun“, das auch  15. November 2016 bereits zum 4. Mal in Folge für die gesamte 9. Jahrgangsstufe an unserem Gymnasium stattfand.

Link zur Bildergalerie
Bericht in der Amberg-Sulzbacher Zeitung vom 19.11.2016

Diese Präventionskampagne soll die Schülerinnen und Schüler nicht nur dafür sensibilisieren, Gefahrensituationen zu erkennen und dadurch zu vermeiden bzw. entsprechend zu handeln, sondern auch aufzeigen, wie sich ein „Leben mit Handicap“ gestaltet, und entsprechend auch Berührungsängste nehmen. Seit diesem Schuljahr besitzt unser Gymnasium das Label „Schulprofil Inklusion“. Dieses Projekt leistet somit einen Beitrag zur Schulentwicklung.

Durchgeführt wurde das Projekt wieder von der DSQ (Deutsche Stiftung Querschnittlähmung) mit Herrn Holger Kranz als Projektleiter. Nach der Begrüßung durch den Schulleiter bekamen die Schülerinnen und Schüler vorab gemeinsam eine Einführung in das Thema Querschnittlähmung (Allgemeines über Querschnittlähmung, Ursachen, Behandlungsmethoden, medizinische und wissenschaftliche Forschung) von Frau Dr. Bößl (Krankenhaus Hohe Warte).

Wie die letzten Jahre auch durchliefen die Schülerinnen und Schüler anschließend wieder folgende Stationen:

  • Rolli-Training und Rolli-Parcours (Herr Kranz),
  • Rolli-Basketball (Markus Legath, Andreas Schaffer) und
  • Handicaps im Alltag (Günther Mayer).
  • Das Arbeitsheft wurde dieses Schuljahr erstmals bereits im Unterricht bearbeitet, sodass Frau Dr. Bößl (Hohe Warte) eine ganze Schulstunde die vielschichtigen Fragen der Schülerinnen und Schüler beantworten konnte.

Die Auswertung der Feedback-Bögen zeigte wieder, dass das Projekt bei den Schülerinnen und Schüler sehr große Zustimmung fand. Vor allem begeisterten die Schüler das Fahren mit dem Rollstuhl, Rollstuhlbasketball und der Rollstuhlparcours mit Hindernissen, aber auch die Gespräche und Diskussionen mit querschnittgelähmten Personen.


 Martina Fischer

 

No risk – no fun? (2015)

Auch dieses Jahr fand erneut das Projekt „no risk – no fun“ für die gesamte 9. Jahrgangsstufe an unserem Gymnasium statt. Durchgeführt wurde es wieder von der DSQ (Deutsche Stiftung Querschnittlähmung), wobei es mit Herrn Kranz einen neuen Organisator gibt. Wie die letzten beiden Jahre auch, durchliefen die Schülerinnen und Schüler wieder folgende Stationen: Rolli-Training und Rolli-Parcours (Herr Kranz), Rolli-Basketball (Markus Legath), Leben mit einem Handicap im Alltag (Günther Mayer), theoretischer Teil – Arbeitsheft (Frau Dr. Bößl).  Der Ablauf des Projekts wurde bisher schon ausführlich beschrieben (siehe 23.7.2014 und 23.06.2015), es hat sich kaum etwas verändert, außer, dass dieses Mal für den Rolli-Parcour die große Turnhalle genutzt werden konnte und leider Andreas Schaffer verhindert war. Die Auswertung der Feedback-Bögen zeigte wieder, dass das Projekt bei den Schülerinnen und Schüler sehr große Zustimmung fand.

No risk – no fun? (Juni 2015)

Wenn man sich die Anzahl der eigentlich vermeidbar gewesenen Unfälle der letzten Jahre ansieht, die mit einer Querschnittlähmung geendet haben, ist das Ergebnis sehr alarmierend. Und das Schlimme: die Zahl steigt auch stetig. Entsprechend ist es wichtig, gerade die Jugendlichen für dieses Thema zu sensibilisieren und (vermeidbare) Gefahren und Risiken aufzuzeigen. Denn nicht selten sind Leichtsinn, Alkohol und Drogeneinfluss Ursachen für derartige Unfälle. Und genau deshalb nahmen am Dienstag, dem 23.06.2015, alle neunten Klassen an dem Projekt „No risk- no fun?“ Teil, einer Präventionskampagne von der DSQ (Deutsche Stiftung Querschnittslähmung).

Hierfür bekam unsere Schule Besuch von den Rollstuhlfahrern Günther, Andi und Markus sowie von Frau Dr.  Bößl vom Klinikum Hohe Warte in Bayreuth und den Organisatoren Herrn Kranz und Herr Kaltenhäuser.

Bereits am Morgen, als wir die Aula betraten, standen dort eine Menge unterschiedlicher Rollstühle und wir konnten schon erahnen, was uns da erwartet. Und es lässt sich wirklich sagen, dass wir eine Menge Spaß hatten. Natürlich, da besteht kein Zweifel, Querschnittlähmung ist ein ernstes Thema, dennoch haben es primär die drei Rollstuhlfahrer Günther, Andi und Markus geschafft, uns den Inhalt des Ganzen sehr spannend und interessant zu vermitteln, was vor allem durch die Offenheit und Selbstverständlichkeit gelang, mit der sie über ihre Situation sprachen.

Natürlich bestanden die sechs Stunden – so lange dauerte der Präventionstag – nicht nur aus reden, zuhören und lernen. Die erste Stunde begann mit einer Begrüßung in der Aula, bei der uns alle Mitwirkenden vorgestellt wurden, allgemeine Informationen genannt wurden und Frau Dr. Bößl bereits auf einige gesundheitliche Faktoren eingegangen ist. Danach wurden die Klassen zu unterschiedlichen Stationen geschickt.

Wir haben beispielsweise damit angefangen, uns mit den Rollstühlen und verschiedenen Varianten derer zu beschäftigen. Als wir dann wesentliche Unterschiede herausgearbeitet hatten, konnten wir selbst damit durch die Aula fahren, haben gelernt, wie man richtig in den Rollstühlen sitzt, Drehungen macht, rückwärtsfährt … Profis sind wir keine geworden, aber gewisse Basics wurden uns auf jeden Fall näher gebracht und das ist schon einmal viel wert.

Danach ging es zum Rolli-Basketball, bei dem wir uns alle selbst an dem Sport probieren durften – nachdem uns die wichtigsten Techniken und Regeln beigebracht wurden. Diese Station war ganz klar das Highlight aller, da es auch wirklich schön war, so etwas einmal auszutesten – mit mehr oder weniger durchschlagendem Erfolg, muss man zugeben.

Bei der dritten Station wurde uns von einem der Rollstuhlfahrer seine persönliche Geschichte erzählt, Fragen beantwortet und nochmals auf einige Gefahren aufmerksam gemacht. Es war wirklich sehr interessant, eine solche Geschichte zu hören und sie hat uns definitiv allen zu denken gegeben. Überrascht und gefreut hat uns hier – wie oben schon erwähnt – auch die große Offenheit, mit der das Thema behandelt wurde.

Die letzte Station war dann ein Arbeitsheft, das uns von Frau Fr. Bößl näher gebracht wurde. Es wurden noch einmal die Ursachen, verschiedene Arten und Probleme einer Querschnittlähmung besprochen und anhand des Arbeitsheftes veranschaulicht und schriftlich festgehalten.

Nachdem alle Klassen alle vier Stationen durchlaufen hatten, versammelten wir uns noch einmal in der Aula. Hier fand die Verabschiedung statt, wir füllten einen Feedback-Zettel aus und dankten allen Mitwirkenden für diesen informationsreichen Tag.

An dieser Stelle bedanken wir uns auch hier noch einmal bei der DSQ, dass uns ein solcher Tag ermöglicht worden ist und wünschen allen beteiligten Personen noch eine gute Zeit!

 

No risk no fun (Juli 2014)