Wahlunterricht Theater

Treffen:

Die Theatergruppe für die 6.-8. Jahrgangsstufe wird von Herrn Bertl geleitet und findet donnerstags in der 7. und 8. Stunde (13.45-15.15 Uhr) in der kleinen Turnhalle statt. Die Aufführung ist stets Ende Juli.

Die Theatergruppe für Schüler/innen der 10.-12. Jahrgangsstufe findet ab dem Halbjahr vermutlich donnerstags in der 8. und 9. Stunde statt und wird von Frau Heinrich geleitet werden.

Im laufenden Schuljahr findet bei Frau Heinrich ein P-Seminar „Klassikerinszenierung“ statt; für den Januar 2019 ist die Aufführung der „Antigone“ geplant.

Unterstufentheater „Doppelpack“ im Juli 2018

Unterstufentheater „Sheherazade“ im Juli 2017

Lustspiel von Inge Borg am 17. Juni 2016

Am 17. Juni 2016 brachten Tabea Carl (9d), Laura Ziegler (9a) und Alexander Spahl (9a) das Theaterstück „Hilfe, ich erbe Geld!“ von Inge Borg zur Aufführung. Es sei besonders hervorgehoben, dass die drei Darsteller das Stück selbst erarbeitet, Regie geführt sowie Bühnenbild und Kostüme selbstständig konzipiert hatten. Herr Bertl stand dabei beratend zur Seite.

Ganz besonders brillierte Alexander Spahl in der dreifachen Rolle des Schreiners Thomas Berger und dessen Brüdern, die er alle sehr authentisch spielte. Seine Haushälterin Rosanna wurde von Laura Ziegler dargestellt und die Rolle der Rechtsanwältin übernahm Tabea Carl. Das Publikum war nach der Aufführung begeistert und bedankte sich mit lang anhaltendem Applaus.

Inhaltsangabe: Der Schreiner und Junggeselle Thomas Berger bereut es bald bitter, eine Haushälterin eingestellt zu haben, die sich um alles, nur nicht um den Haushalt kümmert. Diese Rosanna (Rosa) Weidel sorgt mit ihrer Neugierde und ihren Ideen für ein absolutes Durcheinander, welches seinen Höhepunkt erreicht, als sie beim Schnüffeln in der von Thomas unbeachteten Post die Nachricht über eine große Erbschaft findet. Aber natürlich hat die Sache einen Haken: Als Alleinerben wurden Thomas und seine beiden Drillingsbrüder eingesetzt, von deren Existenz Thomas jedoch nichts weiß. Seine Mutter hatte in ihrer damaligen Not ihrem Onkel in Amerika geschrieben, dass sie Drillinge bekam, um auf diese Art mehr Geld von ihm zu erhalten. Als nun auch noch die Rechtsanwältin Karin Wembacher erscheint, um zu überprüfen, ob mit der Erbschaft alles seine Richtigkeit hat, möchte Thomas eigentlich den Irrtum aufklären und notfalls sogar auf das Erbe verzichten. Dies lässt jedoch Rosa nicht zu; sie bringt ihn so weit, dass er der Rechtsanwältin die „Drillinge“ präsentiert, um an das Erbe zu gelangen. Thomas hüpft nun ständig von einer Rolle in die andere, bis er sich selbst nicht mehr auskennt und schließlich nicht mehr weiß, welchen der Drillinge er der Rechtsanwältin gerade vorspielen muss. Wenn dann auch noch Haushälterin und Rechtsanwältin unter einer Decke stecken… Kann Thomas die Rechtsanwältin überzeugen, dem Chaos entrinnen und das Erbe antreten?

Drei Schüler/innen unseres Gymnasiums wollten nach den schönen Erfahrungen in der Unterstufen- Theatergruppe von Herrn Bertl nicht aufhören. Vielmehr machte der eiserne Kern weiter: Tabea Carl (Kl. 9d), Alexander Spahl und Laura Ziegler (Kl. 9a) suchten sich selbst ein Stück aus, das lustig ist und mit drei Rollen auskommt.

Ihre Wahl fiel auf „Hilfe, ich erbe Geld“ von Inge Borg, in dem eine heimtückische Cousine ihre Verwandten auf eine sehr spezielle Art kennen lernen will. Die Aufführung fand nur einmal statt, und zwar am Freitag, den 17. Juni, um 19 Uhr in der kleinen Turnhalle. 

Das Unterstufentheater des Gymnasiums Pegnitz präsentierte am 29. Juli 2015 in der kleinen Turnhalle:

Bernd-Klaus Jerofkes „Dracula“


Die Personen und ihre Darsteller
Dracula
Vanessa Ajnik, Gudrun Peukert, Paula Schramm
Jonathan
Connor Pokrant
Mina
Vanessa Sperber
Lucy
Julia Wondrak
Martha
Luisa Segerer
Dorothy
Rosa Weidinger
Arthur
Alexander Spahl
Jacky
Laura Ziegler
Clara van Helsing
Tabea Carl
Patienten
Lea Büttner, Julia Diersch, Isabel Prühäuser, Tamara Talaga, Nikita Singh
Technik:  Thomas Polster, David Förster,  Maximilian Mädler, Simon Bartoschek,  Valentin Mauser,  Luca Walter
Einstudierung: Verena Müller, Jörg Bertl

 

Fleischpflanzl in outer space (Theaterstück der Unterstufe 2014)

Hamlet=Omlet (Nov. 2014)

Hamlet oder Omlet? Das ist hier die Frage.

Rechtschreibfehler waren durchaus beabsichtigt, als die Schüler der Q11 und Q12 am 17./18. November 2014 ihrem Publikum diese Frage stellten. Der Oberstufenkurs „Dramatisches Gestalten“ hat nach mehrmonatiger Vorbereitungsphase ein Stück zur Aufführung gebracht, das die Frage nach Freiheit und Grenzen der Kunst stellte. Passend zum Shakespeare-Jahr 2014 bildete eines der berühmtesten Dramen des Barden den Rahmen und Ausgangspunkt der Tragikkomödie:

Eine ehrgeizige Regisseurin will sich mit einer Neuinszenierung des „Hamlet“ selbst verwirklichen und die Konkurrenz an anderen großen Bühnen überstrahlen. Schade nur, dass ihre Visionen auf ein eher mittelmäßiges und zudem durch Konkurrenzdenken zerrissenes Schauspielensemble treffen. Mit Grausen wendet sich angesichts der versammelten theatralen Unfähigkeit selbst der Geist des toten Hamlets gegen die Truppe und versucht, die Putzmannschaft für ein Komplott zu gewinnen.

Vielleicht könnte das gemeinsame Projekt und die Leidenschaft für das Spiel die Parteien doch noch einen, wenn nicht die Finanzknappheit ihrem Kulturstreben enge Grenzen setzen würde. Als Retterin in der Not betritt da eine finanzkräftige Sponsorin die Bühne, die sich für die Tochter eine “kultivierte“ Karriere wünscht. Der finanzielle Druck lässt ihre Wünsche wahr werden und das gesamte Theater unterwirft sich notgedrungen ihrem Diktat, die Kultur ergibt sich dem Kommerz mit selbstzerstörerischen Folgen. Für die Akteure und das Publikum wird die Produktion zum Prüfstein: lieber deftig Omelette essen oder Hamlet doch noch eine Chance geben?

Oberstufenkurs Dramatisches GestaltenTheaterunterricht an Gymnasien hat in Bayern eine lange Tradition. Unter wechselnden Namen (Schulspiel, Darstellendes Spiel, Dramatisches Gestalten) gehört Theater seit vielen Jahren auch am Gymnasium Pegnitz zum festen Bestandteil von Schule.

Im G8 ist Theater als Profilfach im Wahlpflichtbereich der Oberstufe ein reguläres Schulfach, das auch zum Abitur zählt. In der Oberstufe wird Theater auch oft als Thema eines P-Seminars oder W-Seminars angeboten. In der Qualifikationsphase 2010/12 erarbeiteten die Teilnehmer eines P-Seminars ein eigenes Stück auf der Basis von Goethes „Faust“: „Gretchen 2012. Im Frühjahr 2014 organisierte und inszenierte ein P-Seminar ein Krimidinner in englischer Sprache.

Für die Aufführung des heutigen Abends wirkten sowohl Kursteilnehmer als auch zusätzliche Kräfte auf freiwilliger Basis mit. Dieses Engagement, das mit den notwendigen Probenzeiten deutlich über die reguläre Unterrichtsverpflichtung hinausgeht, ist ein Beleg für die erfolgreiche Arbeit des Schultheaters.

Unter den bildungspolitischen Forderungen nach zukunftsweisenden Unterrichtskonzepten wie offener Unterricht, Projektunterricht u.a. kommt dem Theater eine zentrale Bedeutung zu.

BESETZUNG

Bradl, David, Q11      Claudius, Möchtegernkönig

Baumgärtel, Chiara, Q12      Putzfrau I, Totengräber I

Deinzer, Fabian, Q11      Rosenkranz, Hobbyschläfer

Kienbaum, Hendrik, Q11      Hamlets Geist, rachelüstern

Konrad, Anna, Q12      Schauspielerin, Perückenfan

Munker, Ines, Q12      Tochter, pubertierend

Neubig, Alexandra, Q12      Mutter Eckermann, voll Fleischeslust

Raum, Franziska, Q11      innere Stimme

Raum, Julia, Q12      Putzfrau II ,Totengräber II

Reinhard, Felix, Q12      Polonius, Blutbader

Reinhard, Patrizia, 10b      Hofdame , friseursüchtig

Richtsteiger, Tina, Q12      Assistentin, sparsam

Schorner, Chiara, Q12      Model, innere Stimme

Seibold, Natalie, 10b      Gertrude, Kulturträgerin

Spahl, Miriam, Q12      Regisseurin, visionär

Stolpe, Tizian, Q12      Hamlet, selbst sein größter Fan

Traßl, Julius , Q11      Polonius, Flachmann

Zinner, Anna-Lena, Q12      Horatio, diätfeindlich

Technik: Simon, Bartuschek, Q12, Maximilian Mädler. Q12, Thomas Polster 10?

Poster: Miriam Spahl, Q12

Regie: Susanne Heinrich

Danksagung

Wir möchten ganz herzlich sämtlichen Eltern danken für Bereitstellung von Kleiderschrankinhalten und Fahrdiensten, dem Lehrerkollegium und der Schulleitung, die Probentage, Sonderproben und Panikproben klaglos über sich ergehen ließen, der Technikgruppe für die tatkräftige Unterstützung und natürlich Herrn Raschke wie immer für Rat und Tat.

Ohne Sie alle wäre unsere Arbeit nicht möglich. Danke!

Presseartikel: Ankündigung

Presseartikel: Rezension

Deutsch-tschechisches Theaterprojekt „cojc“: Tschernobyl 2014

Deutsch-tschechisches Theaterprojekt „cojc“: Tschernobyl 2014

26.04.1986: Block 4 des ukrainischen Atomkraftwerks in Tschernobyl wird durch eine Explosion des Reaktors weitläufig zerstört und führte innerhalb und auch fern der ukrainischen Grenzen zu stark erhöhten Werten radioaktiver Strahlung

Wie konnte das passieren? Wie gingen die Politiker damit um? Wie wurde die Bevölkerung gewarnt oder inwieweit überhaupt informiert?

Mit der Klärung dieser und weiterer Fragen beschäftigten sich fünf deutsche und sieben tschechische Jugendliche zwischen 14 und 21 Jahren im Rahmen eines achttägigen Theater-Workshops. Dieser war ein neues Projekts von „cojc“, eine deutsch-tschechische Organisation, welche durch staatliche Förderung und einem geringen Unkostenbeitrag seitens der Teilnehmer finanziert wird. Projekte von „cojc“ basieren immer auf der Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Tschechien, die durch das Erlernen von „Tscheutsch“ (Tschechisch-deutsch) und durch die Anwesenheit einer Übersetzerin auch nicht durch die Sprachbarriere behindert werden soll.
Nach kurzem Kennenlernen machten wir uns gleich ans Werk. Allein die Recherche zum Thema beanspruchte in den ersten drei bis vier Tagen einen Großteil der Zeit. Es wurden eifrig über Internet, Literatur und durch Stadtarchive in Tschechien und Deutschland Informationen zusammengetragen und in der Gruppe besprochen. Dies und tägliches Theatertraining bildete die Grundlage für das Theater-Projekt.
In gemischten Kleingruppen wurden schließlich nach und nach Themen oder Situationsangaben verteilt welche in mühevoller und oft zeitaufwändiger Kleinarbeit zu ersten Szenen führten.

Doch warum war diese Arbeit ein so langwieriger Prozess? Theater ist doch normal nicht mehr als ein Skript auswendig zu lernen und Bewegungsabläufe möglichst sinnvoll aneinanderzureihen, oder?
In diesem Fall eben gerade nicht. Bei dieser Inszenierung war allein das Thema gesetzt, Handlung, Thematik und Konflikte einzelner Teilszenen, sowie der gesamte Text ist erst während dieser einen Woche erdacht worden. Betrachtet man die 35 minütige Endaufführung von diesem Standpunkt aus, so erscheint sie nicht mehr so kurz wie zuvor sondern man erkennt die harte Arbeit und den Fleiß der Teilnehmer, der sich in jeder Wendung des Stückes widerspiegelt. Und auch wenn diese Tatsache wahrscheinlich nur den wenigsten bewusst war, so haben sich die langen Probentage und die Nachtschichten im Nachhinein doch gelohnt. So war es auch kein Wunder, dass die meisten mit Begeisterung und neuen Bekanntschaften aus dem vergangenen Projekt hervorgingen und sofort wieder an einem neuen teilnehmen wollten .

Miriam Spahl, Chiara Baumgärtel

TickTock – Theater am 16. und 17.7.2013

Seit März 2013 liefen bereits die Vorbereitungen für die Aufführung. Die 22 Spieler und Spielerinnen haben sich nach mehreren Adaptationen von klassischen Stoffen dieses Jahr für ein modernes, traurig-lustiges Stück entschieden, bei dem auch ernstere Töne angeschlagen werden. Den Hintergrund der lose verknüpften Szenen bildet ein Bahnhof, traditionell ein Ort des Ankommens und des Aufbruchs, der für die Handelnden eine Zwischenstation bildet, einen Ort, der seltsam außerhalb von Zeit und Ort zu stehen scheint. Hier kreuzen und berühren sich unterschiedlichste Lebenslinien und für einige nimmt das Leben danach eine neue Richtung…

Gretchen 2012

Das P-Seminar von Frau Heinrich führt am 13. Februar 2012 das „Faust“-ähnliche Projekt „Gretchen 2012“ auf.

Siegfried Drachentöter 2012

Konkurrenz für Wagner Festspiele????

Mit „Schiller – Die Bürgschaft“ im Oktober 2011, „Gretchen 2012“ im Februar 2012 und „Siegfried – der Drachentöter“ am 16./17. Juli 2012 stand das Schultheaterjahr ganz im Zeichen klassischer Stoffe. Allerdings konnten die Spieler bei keinem der Stücke der Versuchung einer nicht ganz ernstgemeinten Adaptation widerstehen.

Das Schuljahr mag sich seinem Ende zuneigen, aber theatertechnisch hat die heiße Probenphase jetzt gerade begonnen. 30 Spieler und Spielerinnen der Jahrgangsstufen 7-9 treffen sich allwöchentlich für drei Stunden, um zusammen an der Realisierung des Projekts zu arbeiten. Auf der Bühne in der kleinen Turnhalle wird gekämpft, geliebt und gestorben (oder etwa nicht?), was das Zeug hält. Für einige der Beteiligten war die Arbeit am Stück die erste Begegnung mit dem Sagenstoff, andere mussten sich an kleinere Abweichungen von der gängigen Überlieferung erst gewöhnen.

Anfang Juli werden dann noch mit dem Unterstufenchor einige Tage auf der Burg Rothenfels für die Feinabstimmung zwischen Theater und Musik geprobt.

Schillers Bürgschaft 2011

Die Theatergruppe des Gymnasiums Pegnitz führte am 12. und 13. Oktober 2011 das Stück „Schillers Bürgschaft??? – eine modernisierte und respektfreie Dramatisierung der Ballade“ in der Aula auf. Beteiligt waren 17 Schülerinnen und Schüler aus dem Jahrgangsstufen 7 bis 10, die seit April mit großem Engagement an dem Projekt arbeiteten.

Die Spieler

Tyrannin Dionysia:  Miriam Spahl, 9d

Damon:  Dominik Düplois, 10a

Bürge Beppo: David Bradl, 8a

Beppos Frau,  Hofrätin:  Tina, Richtsteiger, 9e

Damons Schwester Eva, Bauer: Marie Kopp, 8c

Traummann Puma, Wache:  Marco Maltschik, 8b

Frau Meier, Hofrätin:  Luisa Hofmann, 9e

Fotografin, Hofrätin, Bauer:  Ines Munker, 9c

Flussgöttin, Hofrätin:  Alexandra Neubig,  9c

Blumenmädchen, Hofrätin: Jenny Haustein,8b

Hofrätin, Kimberly-Chantal: Stella Rösch, 9d

Hofrätin, Verführerin:  Chiara Baumgärtel, 9e

Hofrätin, alte Frau: Chiara Noack, 9e

Hofrätin, Pfarrer:  Hanna Kormann, 10a

Bühnenarbeiter: Anna Bauer, 8b, Jens Dümler, 7d

Bühnenarbeiter: Andreas Maltschik, 8a

Choreographie: Tina, Richtsteiger, 9e und Chiara Noack, 9e und alle anderen auch irgendwie

Technik und Bühnenorganisation: Daniel Schwing (Q12), Niklas Böse (10a), Jana Dümler (Q12), Julia Kaupp (Q12),

Regie: Susanne Heinrich

„Die Bürgschaft“ von Friedrich Schiller ist seit dem 19. Jahrhundert fester Bestandteil des Literaturkanons der höheren Schulen. Unzählige Schüler wurden von den 20 Strophen der Ballade bis in ihre Träume verfolgt, während sie versuchten, sich die (angeblich so wohlklingende) Sprache Schillers ins Gedächtnis einzugraben, um eine gute Note für den Gedichtvortrag zu ergattern.

Die dramatis personae des Urtextes wurden in der Bearbeitung von Karlheinz Frankl um zahlreiche Sprech- und Schweigerollen ergänzt und obwohl der Verlauf der Handlung über weite Strecken unverändert bleibt, bereichern einige unerwartete Wendungen das Spiel. Zudem umfasst das eigentliche Stück eine Rahmenhandlung, die die Spieler in Improvisationen gemeinsam entwickelt haben.

Die grausame und unberechenbare Tyrannin Dionysia (Miriam Spahl, 9e) regiert mit harter Hand das antike Syrakus und ihren rückgratlosen Hofrat. Dieser will sich der Dame entledigen und bedient sich dazu des naiv-idealistischen Damons (Dominik Düplois, 10a).

Bei seinem dilettantischen Attentatsversuch wird Damon gefasst und kann nur unter Hinterlassen eines Bürgen einen dreitägigen Aufschub seines Todesurteils erreichen, um seine liebliche Schwester noch schnell mit einem Ehemann zu versorgen. Der vertrauensselige Bürge Beppo (David Bradl, 8d) steht mit seinem Leben für die termingerechte Wiederkehr seines Freundes ein. Dieser wird allerdings durch Widrigkeiten der Natur und menschliche Intrigen in seinem Lauf in den sicheren Tod aufgehalten…

Goethe oder Schiller? Schiller oder Goethe?

Wer ist größer? Wer ist besser? Wer vertritt am deutlichsten die Ideale der deutschen Klassik, die höchste Blüte deutscher Kultur? Ist das überhaupt wichtig?

Fragen, die Generationen von Germanisten beschäftigten und entzweiten, die aber nur in einem weit entfernten Paralleluniversum für Schüler (heute wie früher) irgendeine Bedeutung haben mögen.

Im thüringischen Weimar lieferten sich die zwei Dichterfürsten einen freundschaftlichen Wettstreit um das Edleund Gute. Für die Klassiker stellten Ehre, Freundschaft, Tugend Ideale dar, die es mit allen Mitteln unter das Volk zu bringen galt. Die Menschen sollte durch hehre Vorbilder in Dramen und Gedichten von ihren „niederen Trieben“ abgebracht und zum Besseren bekehrt werden.

Auch unser Held, Damon, könnte ein solches Vorbild sein – auch heute noch – doch anders als bei Goethe, nein Schiller, ist die heutige Interpretation des Tyrannentums wesentlich unedler als noch im 19. Jahrhundert. Wo es bei den Klassikern auch im Herzen des Schreckensherrschers noch „menschliche Rührung“ angesichts unverbrüchlicher Freundschaft geben kann, sehen wir heute nur noch Machtgier und Willkür. Im Rahmenspiel ergibt sich so die Forderung der Schüler nach einer Neuinterpretation der „Wundermär“ von Treue und Großmut.

Der Text …

… ist einfach zu lang um ihn hier abzudrucken, deshalb nur einige „Schmankerln“:

Zu Dionys, dem Tyrannen, schlich
Damon, den Dolch im Gewande:
Ihn schlugen die Häscher in Bande,
»Was wolltest du mit dem Dolche? sprich!«
Entgegnet ihm finster der Wüterich. 5
»Die Stadt vom Tyrannen befreien!«
»Das sollst du am Kreuze bereuen.«

»Ich bin«, spricht jener, »zu sterben bereit
Und bitte nicht um mein Leben:
Doch willst du Gnade mir geben,                                10
Ich flehe dich um drei Tage Zeit,
Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit;
Ich lasse den Freund dir als Bürgen,
Ihn magst du, entrinn‘ ich, erwürgen.«

Da lächelt der König mit arger List                              15
Und spricht nach kurzem Bedenken:
»Drei Tage will ich dir schenken;
Doch wisse, wenn sie verstrichen, die Frist,
Eh‘ du zurück mir gegeben bist,
So muss er statt deiner erblassen 20
Doch dir ist die Strafe erlassen.«

Und dreizehn Strophen später hat es der Held Damon doch noch rechtzeitig vor der Hinrichtung zurück nach Syrakus geschafft:

Und die Sonne geht unter, da steht er am Tor,          120
Und sieht das Kreuz schon erhöhet,
Das die Menge gaffend umstehet;
An dem Seile schon zieht man den Freund empor,
Da zertrennt er gewaltig den dichter Chor:
»Mich, Henker«, ruft er, »erwürget!                          125
Da bin ich, für den er gebürget!«

Und Erstaunen ergreifet das Volk umher,
In den Armen liegen sich beide
Und weinen vor Schmerzen und Freude.
Da sieht man kein Augen tränenleer,                       130
Und zum Könige bringt man die Wundermär‘;
Der fühlt ein menschliches Rühren,
Lässt schnell vor den Thron sie führen,

Und blicket sie lange verwundert an.
Drauf spricht er: »Es ist euch gelungen,                   135
Ihr habt das Herz mir bezwungen;
Und die Treue, sie ist doch kein leerer Wahn –
So nehmet auch mich zum Genossen an:
Ich sei, gewährt mir die Bitte,
In eurem Bunde der dritte!«

Das Wichtigste zum Schluss:

An alle, die uns (fast immer) klaglos Kostüme und Requisiten beschafft, vom Unterricht befreit, zu den Proben gefahren, Butterbrote geschmiert getröstet und auf alle sonstige Weisen unterstützt haben, geht unser herzlichster Dank!

Theater 2010; Nachtsplitter – ein literarischer Reigen

am Mittwoch, den 21. April 2010, um 19.30 Uhr in der Stadtbücherei Pegnitz

Es erwartet Sie ein Abend mit heiteren und besinnlichen Texten, Sketchen

und Szenen zum Thema Nacht-Mond-Traum. Schriftsteller wie Shakespeare,Eichendorff, Morgenstern und Loriot wurden angezogen von der Nacht, der magischen Zauberzeit zwischen Realität und Traum. Sämtliche Texte, Szenen und Gedichte wurden und werden von Schülern und Schülerinnen des Grundkurses Dramatisches Gestalten des des Gymnasiums Pegnitz ausgewählt, in Szene gesetzt und präsentiert.

Wir freuten uns darauf, für Sie spielen zu dürfen!

Wir danken ganz besonders der Stadtbücherei Pegnitz, die uns ihre Räume zur Verfügung stellt, für ihre freundliche Unterstützung.